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Ich
bin. Wir sind. Aber ich habe mich nicht." (Ernst
Bloch)
Die Begründung ästhetischer Qualität sowie visuell-akustische Erlebnisfähigkeit
bilden den Kern meiner künstlerischen Arbeit. Der sogenannte “Fortschritt”
birgt nach meiner Erfahrung auch die Gefahr eines Fort- Schreitens weg von
menschlichem Wahrnehmungspotential in sich. Die digitale Evolution täuscht
darüber hinweg, daß zu ihrer Nutzung im Sinne einer menschlichen Weiterentwicklung
genau diejenigen analogen - Fähigkeiten kultiviert werden müssen, die sie
vorgibt zu ersetzen. Der Kontaktarmut wird auch durch noch so viele Chatforen
nicht begegnet, und die Kommunikation wird nicht in dem Maße besser, in
dem die Hardware an Leistungsfähigkeit gewinnt. Die Respektlosigkeit
der Digitalisierung des Menschen, sei es durch unreflektierte gentechnologische
Forschung, sei es durch subtile soziale Normierung ist ein Ausdruck des
verlorenen Selbst.
“Die Menschen sind geneigt, die Technik für die
Sache selbst,(...) für eine Kraft eigenen Wesens zu halten und darüber zu
vergessen, daß sie der verlängerte Arm des Menschen ist.”
(Th.W. Adorno)
Das Verhältnis des Menschen zur Kunst ist das Verhältnis des Menschen zu
sich selbst. Dieses Verhältnis ist gebrochen. Noch nie war die Welt
der Kunst dermaßen getrennt vom Alltag - noch nie war die Kunst
der Zeit so viel älter als die Zeit - noch nie war soviel Angst, Angst vor
dem Leben. Ich versuche in meiner Arbeit über die Verbindung der verschiedenen
Künste Wege zu finden, dieser Angst ein wenig Herr zu werden.Nach
meiner Ansicht sollte sich künstlerische Arbeit dicht an ihrem "Ur-Sinn"
bewegen: zu einem menschenwürdigen Leben beizutragen.
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