Ästhetik im Unterricht

   Seite weiter 
Biographie
Information
Musik
Performance
Kunst
Text
Unterricht
Mailto
Links
Home

Einige Gedanken:

Vorab:
Dieser Teil der Webseite hat ausgesprochen viel Resonanz erfahren: es gab ausgesprochen positive, sich kritisch auseinandersetzende bis hin zu trivial-primitiven Reaktionen, die darin gipfelten, verfälschte Kopien anonym in Umlauf zu bringen - eine besondere Form der inhaltlichen (?)  Wertschätzung und Ausdruck einer bestimmten "Streitkultur" mancher in dieser Zeit.   

Der nachfolgende Text entstand aus den Erfahrungen unterrichtlicher Praxis in Hamburg in den Jahren 1995 bis 2000. Die Einführung des "Schulprogramms" wurde diskutiert und vollzogen. In der Diskussion der Inhalte fanden sich die ästhetischen Fächer, besonders "Musik", nicht deutlich repräsentiert, obwohl bereits wissenschaftliche (!) Untersuchungen vorlagen, die die grundsätzliche Bedeutung des Fachs in der Schule begründen (Vortrag 2,3 MB)   Damals erschien es notwendig, unter dem ausgewiesenen Titel "Ästhetik im Unterricht" die besondere Wichtigkeit des Fachs "Musik" für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen hervorzuheben.

- viele Lehrer gehen in die innere Emigration
- eine Altenpflegerin erzählte mir, daß sie zur Entspannung gern in die Stadt fährt, um sich dort an   der Schönheit der Auslagen und mancher Menschen zu regenerieren.
- Adorno sagt sinngemäß, daß die Gesellschaft die Musik bekommt, die sie verdient; ich glaube, wir   bekommen alle dasjenige, was wir verdienen.
- eine Schülerin schreibt in der Abi-Zeitung über einen Kollegen: ich finde es gut, daß er das
  "pädogische Gerede" genauso wenig schätzt wie ich [recht hat sie...].
- Ich kenne Kollegen, die über brillante Fähigkeiten verfügen - in der Schule jedoch unsichtbar, nicht   geschätzt oder gewünscht.
- Zitat einer Kollegin: "das Schlimmste an der Schule sind nicht die Schüler oder Eltern, sondern die   Kollegen..."

In diesem Bereich der Site möchte ich zeigen, wie ich versuche, Authentizität zu erhalten, ohne an Professionalität bzw. Lebensqualität zu verlieren. Es ist bezeichnend, daß die Erkenntnisse über die Wichtigkeit von "Musik" für die ganzheitliche Bildung des Menschen nicht akzeptiert werden. Die Akzentsetzung in der Schulpolitik, so wie sie sich mir darstellt, verläuft entgegengesetzt. Wo Politik und Pädagogik zusammentreffen, wird's pervers...
Im Nachfolgenden finden sich einige Ansätze zur "Ästhetisierung" des Unterrichts, die mit meinen Überlegungen zur "Performance" korrespondieren (s.a. Information)